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Die Gefangenschaft

Man stelle sich ein Verlies vor, welches sich selber immer ständig ändert, jedoch seinen Fundamenten immer treu bleibt. Ein gutes Beispiel dafür wäre, meiner Meinung nach, die Realität. Als Mensch hat man die freie Wahl, jedoch nicht die Möglichkeit nicht zu wählen. Dies ist ein Attribut, welches den Menschen sich selber vorenthält und diesen lenkt. Eine Nachwirkung der freien Wahl ist die Trauer. Man hat sich endschieden etwas zu wollen, auch hat man den Umständen entsprechend vielleicht das eine oder andere Opfer gebracht, jedoch hat das Vorgenommene aus welchen Gründen auch immer nicht klappen wollen. Der Wollende hat kein Verständnis für den entstehenden Verzicht. Zuerst wird der Wollende eine Begründung suchen, wieso dass dies so ist, wie es in diesem Zeitpunkt ist. Diese Begründung wird zunächst auf andere zurückgeführt, je nach Situation ist es vielleicht auch der Fall, dass der Wollende definitiv sich nichts zu Schulden kommen gelassen hat. In diesem Fall ist es keine Trauer über das Nichterreichen des Gewollten sondern vielmehr eine tiefe Abneigung dem Schuldigen gegenüber. Der Wollende fühlt sich dann betrogen und bestohlen, als ob dieser das Gewollte schon besäßen hätte und man ihm diesen entriss, als ob er ein Anspruch auf Besitz und Glück hätte. Dieses besitzergreifende Gefühl, entsteht durch die menschliche Wahrnehmung, welche sich durch das Prinzip von Ursache/ Wirkung/ Produkt trügen lässt. Die Lipido (die Zuneigung) lässt uns in einem Trugbild des gewünschten leben, werden wir nun durch die Wirklichkeit diesem Trugbild entrissen, fehlt uns diese Imaginäre Befriedigung und dementsprechend ist man durch die nackte Wahrheit enttäuscht und müssen uns zuerst klarmachen dass dies immer so war und das vorher herschende Trugbild nur eine Illusion war, welche wir erfunden haben. Nun will ich nicht behaupten, dass Trauer etwas ist was abgegrenzt werden muss. Vielmehr muss man mit ihrer ständigen Anwesenheit klarkommen und mit ständig wachsende Akzeptanz entgegentreten. Irgendwann wird aus Akzeptanz Zuneigung und Verständnis. Ab diesem Zeitpunkt ist die Trauer nicht mehr Trauer sondern Glück. Man fühlt sich glücklich Trauer zu empfinden. Bei Liebeskummer kann man dies sehr gut beobachten. Die Erinnerungen, die man mit sich trägt lassen einen sich nicht einfach mit weniger zufrieden geben. Findet man jedoch etwas um die zuvor freigegebene Lipido wieder zu fixieren wird diese um ein vielfaches vergrößert, dabei darf nicht davon ausgegangen werden, dass diese nun erwidert wird und auch nicht, dass diese nun stärker ist. Das einzige sichere ist, dass man sich ihr mehr erfreut als davor, was auch nur eines der vielen selbstverschuldeten Glücksmomenten ist. Man sieht also, man hat es selber in der Hand. Der menschliche Erschaffer kommt nun zum Vorschein. (siehe Unschärferelation (Beobachter))

13.1.15 19:21

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